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Unzufrieden mit den am Markt verfügbaren Zelten begann James Baroud vor über 20 Jahren mit der Entwicklung eigener Hartschalen- und Klappzelte und seit dem stehen diese für innovative und praktische Lösungen.

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Kaufberatung Hartschalenzelte

Anbieter

Ist die Entscheidung für ein Hartschalenzelt gefallen, gilt es das für die persönlichen Anforderungen am besten geeignete Modell zu finden. Neben James Baroud bietet einzig der italienische Hersteller Autohome® mit den Modellen Maggiolina® und Columbus® ein umfangreiches Angebot an Hartschalenzelten an. Alle anderen Hersteller begnügen sich i.d.R. mit einem einzigen Modell.

So bietet mit dem Freelife Sport der deutsche Hersteller Autocamp® ebenfalls ein Hartschalenzelt an. In Deutschland erhältlich sind zudem die Modelle Outback und Outback Quick Lift von Ocean-Cross, auch Prime Tech vertreibt ein Hartschalenzelt. Aus Südafrika kommen mit dem Hannibal Impi und dem Wildearth zwei weitere Hartschalenzelte mit Hecköffnung. Diese werden nach aktuellem Kenntnisstand ebenso wenig in Deutschland vertrieben wie das Modell Tango des französischen Herstellers Trekking. Darüber hinaus findet man noch weitere Hartschalenzelte aus China, die unter verschiedensten Handelsnamen im Ausland vertrieben werden und erstaunlicherweise teilweise nur unwesentlich günstiger sind als hochwertige europäische Markenprodukte.

Zeltform und Grösse

Als erstes ist die grundlegende Entscheidung über die geeignete Zeltform zu fällen. Neben den Zelten mit parallel öffnender Dachschale sind die Zelte mit Dreiecksform am weitesten verbreitet. Diese haben an der Vorderseite ein Scharnier und werden lediglich an der Hinterseite geöffnet. Einzig James Baroud bietet mit dem Space ein Zelt, dass beide Öffnungsvarianten kombiniert.

Während parallel öffnende Dachzelte einen Innenhöhe von, je nach Hersteller, 80 bis 100 cm haben, bieten die Dreieckszelte eine Innenhöhe von bis zu 140 cm. Der Einstieg ist wesentlich bequemer, Kinder können darin sogar stehen und auch das Umziehen im Zelt fällt viel leichter. Großgewachsenen Personen fehlt es aber u.U. je nach Schlafgewohnheit an Höhe im Fußraum, der Auslöser für die Entwicklung des James Baroud Space, und auch die Liegerichtung ist vorgegeben.

Wer zudem Ausrüstung oder Ersatzreifen auf dem Dachzelt transportieren möchte, muss dies bei der Zeltauswahl berücksichtigen. Einige Zelte bieten spezielle Stauflächen mit Haken zur sicheren Gepäckbefestigung, andere Zelte haben integrierte Dachschienen oder erlauben es zumindest Gepäckträger anzuschrauben.

Wichtig bei der Zeltauswahl ist auch die gewünschte Größe. Einige Zelte sind in mehreren Breiten und Längen verfügbar. Aber Achtung, es gibt Hersteller, die geben das Innenmaß an, andere das Außenmaß. Im Endeffekte ergibt sich beim relevanten Innenmaß kaum ein nennenswerten Unterschied. Mit Vorsicht zu genießen sind auch die Personenangaben. Für mehr Schlafkomfort sollte man für zwei Personen ein Zelt mit einer Breite von ca. 140 cm wählen und mit einem oder zwei kleinen Kindern 160 cm. Insbesondere bei schlechtem Wetter oder Kälte wird man etwas mehr Abstand von der Zeltwand zu schätzen wissen. Ist ein Zelt auch in einer längeren Ausführung lieferbar und auf dem Fahrzeugdach ausreichend Platz vorhanden, dann sollte man zu dieser Ausführung greifen. Dann hat man ausreichend Platz um die Wäsche im Dachzelt zu lagern, mehr Platz für Spielsachen wenn man mit Kindern verreisen oder einfach nur mehr Bewegungsfreiheit.

Ein Kriterium für die Auswahl kann auch die maximal erlaubte Dachlast des Fahrzeugs sein. Diese beträgt meist zwischen 75 und 100 kg und bezieht sich die zulässige Dachlast bei der Fahrt und nicht im Stillstand. Extra große Zelte, egal ob Hartschale oder Klappzelt, wiegen meist um 70 - 75 kg, mittelgroße Zelte zwischen 50 und 55 kg. Dazu kommt dann noch das Gewicht der Befestigung, z.B. Querträger und ggf. das Ladegut im und auf dem Dachzelt.

Öffnen und Schliessen

Während alle Zelte in Dreiecksform schnell und einfach mit Gasdruckfedern geöffnet werden, gibt es bei den Zelten mit Parallelöffnung zwei grundlegend verschiedene Mechanismen. Zunächst erfolgte die Öffnung mit einem per Kurbel betriebenem Scherenmechanismus. Bei neueren Zelten hat sich aber auch hier die Öffnung per Gasdruckfeder durchgesetzt. Hier kann zwar keine Kette mehr vom Zahnrad springen und das Öffnen geht in wenigen Sekunden, das Schließen will aber geübt sein. Kennt man erst einmal den Trick und hält sich an die Reihenfolge von Vorder- und Rückseite gelingt auch das Schließen recht einfach und schnell.

Den Öffnungsmechanismus sollte man genauer betrachten. Bei den Dreieckszelten gibt es Ausführungen mit per Gasdruckfeder unterstützen Gelenkarmen und Zelten, bei denen die Gasdruckfedern gleichzeitig auch die Halterungen für die Oberschale sind. Per Kurbel zu öffnende Paralleldachzelte besitzen üblicherweise einen Scherenmechanismus an Vorder- und Rückseite, Zelte mit Gasdruckfedern i.d.R. in jeder Ecke einen Gelenkarm.

Zelte, bei denen die Oberschale lediglich durch die Gasdruckfedern gehalten werden, sind nicht so stabil wie Zelte mit zusätzlichem Klappmechanismus. Dieser nimmt zwar etwas Platz im Zelt weg, sorgt aber bei starkem Wind für einen stabileren und ruhigeren Stand.

Sofern im Zelt ein Klappmechanismus verbaut ist, achten Sie darauf das dieser ummantelt ist. Ansonsten kann sich leicht der Zeltstoff oder im Zelt verstaute Bettwäsche in die Scharniere einklemmen und das Schließen verhindern oder gar beschädigt werden. Zudem entsteht an jeder Metalloberfläche leicht Kondensation die dann zu feuchter Bettwäsche oder Kleidung führen kann.

Bei Zelten mit Scherenmechanismus an Vorder- und Rückseite ist zu berücksichtigen, dass diese die Innenlänge etwas verringert und ggf. den Schlafkomfort reduziert.

Auch bei den Verschlüssen der Dachschale gibt es Unterschiede. Einige sind in der Länge verstellbare, andere nicht. Die meisten sind aus Metall, einige aus Kunststoff. Die Verschlüsse von James Baroud haben eine zusätzliche Sperre gegen versehentliches Öffnen. Diese kann bei Bedarf gegen ein Bügelschloss ersetzt werden um das Zelt abzuschließen. Einfach abschließbare Dachzelte gibt es, soweit bekannt, bisher nicht auf dem Markt. Gegen Gelegenheitsdiebe bieten per Kurbel zu öffnende Dachzelte immerhin etwas mehr Schutz.

Um das Schließen zu erleichtern besitzen die Zelte i.d.R. zwei quer einzuspannende Gummibänder. Diese ziehen beim Zusammenlegen den Zeltstoff nach innen. Vor dem Verlassen des Zeltes sind diese wieder anzubringen, was oft vergessen wird. Zelte von James Baroud haben zusätzlich einen in den Zeltstoff integrierten umlaufenden Gummizug. Dieser sorgt dafür das beim Schließen der Zeltstoff automatisch nach innen gezogen wird, das manuelle Einlegen entfällt somit weitgehend. Im geöffneten Zustand hält er den Zeltstoff unter Spannung und vermeidet nerviges flattern im Wind.

In den Zelten ist auch im geschlossenen Zustand ausreichend Stauraum vorhanden um die Leiter, diese wird i.d.R. mit einer Stautasche geliefert, Schlafsack, Bettzeug oder andere Dinge im Zelt zu belassen. Eine integrierter vertiefte Staufläche auf dem Dach reduziert den verfügbaren Platz im Inneren.

Einstiege, Fenster und Lüftungsöffnungen

Alle Dachzelte bieten Einstiegsöffnungen an beiden Seiten und bei den komfortableren Zelten auch an der Rückseite. An Seiten ohne Einstieg findet sich üblicherweise eine verschließbare Lüftungsöffnung. Je mehr und je größer die Öffnungen sind, umso besser. Hat man doch von einem Dachzelt einen wunderbaren Ausblick auf die Umgebung. Vor allem bei Geländewagen mit Heckleiter ist der rückseitige Einstieg sehr praktisch, erspart er doch das Mitführen und den Aufbau einer Leiter.

Die Eingänge sind i.d.R. doppelt ausgeführt, außen Zeltstoff und innen ein Moskitonetz. Manche Zelte bieten an einigen Öffnungen zusätzlich noch eine dritte Lage mit einem Kunststofffenster oder integrierte, kleinere Fenster zur Tierbeobachtung. Grundlegende Unterschiede gibt es bei den Unterkanten der Einstiege. Während diese z.B. bei den Zelten von Autohome® immer offen sind, hier hängen die Windschutzstreifen genannten Türverlängerung außen über die Unterschale, können die Einstiege von James Baroud per Klettband komplett verschlossen werden. Das ist gut gegen fliegende Plagegeister und zudem flattern bei Wind nichts. Bei Autohome®-Zelten kann man die Eingänge dicht bekommen in dem man das untere Türende zwischen Schale und Matratze schiebt, aber dann sollte es auf keinen Fall anfangen zu regnen da ansonsten das Wasser in das Zelt laufen kann.

Auch bei der Ausführung der Moskitonetze gibt es große Unterschiede. Dies betrifft sowohl das verwendete Material hinsichtlich der Netzgröße als auch der Stabilität. Nicht jeder Hersteller versieht die Moskitonetze an allen Eingängen mit Reißverschlüssen für das schnelle Öffnen und vor allem dichte Verschließen.  Bei manchen Zelten werden die Moskitonetze lediglich mit Klettband befestigt. Die Handhabung ist deshalb aufwendiger und i.d.R. nur von innen möglich.

Ein weiteres Unterscheidungsmerkmale ist die Anzahl der Reißverschluss-Schieber. Öffnungen mit vier Schiebern können für den Einstieg von unten und zum Lüften oder zum Ausblick von oben geöffnet werden. Auch bei den verwendeten Reißverschlüssen gibt es Unterschiede in Material und Größe der Zähne und Schieber.

Um in das Zelt zu gelangen liefern alle Hersteller eine in der Länge verstellbare zweiteilige Teleskopleiter mit, heutzutage üblicherweise aus Aluminium. Diese ist meist für Einstieghöhen von bis zu 2 Metern ausgelegt. Bei hohen Fahrzeugen ist das nicht ausreichend. Deshalb bieten die Zelthersteller meist noch eine etwas längere Leiter an. Bei der Zeltbestellung sollte dieser Punkt beachtet werden um später unnötige Mehrausgaben zu vermeiden.

Während bei Autohome die Leiter in der Länge fixiert und dann oben in die Dachschale eingehängt wird, verfolgt James Baroud einen anderen Ansatz. Die Leiter ist in der Länge verstell-, aber nicht fixierbar. Sie wird in zwei spezielle Aufnahmen in der Dachschale eingehängt. Bei Fahrzeugbewegungen passt sie sich automatisch in der Länge an. Die Leiteraufnahmen sind leider nur noch an den Längsseiten angebracht.

Regen

Kaum jemand wünscht sich Zelturlaub bei Regen. Trotzdem sollte man beim Kauf auch daran denken. Um auch bei Regen die Zelteingänge und Lüftungsfenster zumindest teilweise öffnen zu können haben z.B. alle Zelte von James Baroud einen leicht vorstehenden Regenschutz. Großer Nachteil bei praktischen allen auf dem deutschen Markt erhältlichen Zelten ist der fehlende Regenschutz beim Einstieg wie in viele Klappzelte bieten. Insbesondere beim Heckeinstieg der Zelte in Dreiecksform ist Akrobatik gefordert damit kein Regen in das Zelt eindringt. Bei Regenwetter sollte man deshalb besser einen Seiteneinstieg nutzen. Parken unter einem Baum mit dichtem Blätterwerk kann auch eine Lösung sein.

Hartschalenzelten werden i.d.R. mit Zeltstoffen aus Synthetik ausgerüstet. Diese sind leichter und lassen sich einfacher falten als die schweren Canvas-Baumwollstoffe. Beim verwendeten Material gibt es jedoch große Unterschiede. Hochwertige Zeltstoffe, wie z.B. TenCate All Season Touring™,  sind aufgrund ihrer Verarbeitung von Haus aus wasserdicht und bleiben das auch über die ganze Lebenszeit. Diese Stoffe sind trotzdem atmungsaktiv, d.h. sie sind luftdurchlässig und die natürliche Luftfeuchtigkeit im Zeltinneren kann nach außen entweichen. Wichtig für das Wohlbefinden im Zelt.

Zelte mit imprägnierten Zeltstoff sind zwar wenn neu ebenfalls wasserdicht, verlieren ihre Dichtigkeit aber über die Zeit. Imprägnierte Zelte darf man auf keinem Fall abwaschen. Auch starke Sonneneinstrahlung schädigt die Beschichtung und macht das Zelt schneller undicht.

Auch das verwendete Garn ist für die Wasserdichtigkeit ausschlaggebend. Viele Hersteller nutzen spezielles Garn, das beim ersten Wasserkontakt aufquillt und die Einstichlöcher hermetisch und dauerhaft verschließt und somit Wassereintritt an den Nähten verhindert.

Auch durch die Reißverschlüsse kann bei heftigem Regen Wasser ins Zelt laufen. Einige Zelte werden deshalb mit wasserdichten Reißverschlüssen geliefert, bei anderen sorgt eine Stoff- oder Plastiklippe für Abdichtung.

Die Verwendung von Kunstfasern gegenüber Baumwolle hat noch einen entscheidenden Vorteil. Zelte können auch wenn sie nass sind eingeklappt werden. Das führt weder zur Verrottung des Zeltstoffes, noch zur Geruchsbildung da die Stoffe kein Wasser aufsaugen.

Ohne die Kompetenz außereuropäischer Hersteller generell in Frage stellen zu wollen ist aufgrund der langjährigen Erfahrung doch klar feststellbar, das bei Zelten aus europäischer Produktion schon bei der Produktentwicklung viel mehr Wert auf den Wetterschutz gelegt wird. Aus deren Sicht ist das auch verständlich, denn warum sollte auch jemand in einem Land, in dem fast immer die Sonne scheint, bei Regen zelten gehen wollen. Hinzu kommt, dass vielen Herstellern einfach die Erfahrung fehlt, was passiert, wenn mit vergleichsweise hohen Geschwindigkeiten mit einem Zelt bei Regen über die Autobahn gefahren wird. Der Fahrtwind drückt das Wasser gnadenlos in jede noch so kleine Öffnung hinein.

Sonne

Um die Aufheizung im Zeltinneren zu vermeiden nutzen einige Zelthersteller Stoffe mit einer das Sonnenlicht reflektierenden Beschichtung, z.B. mittels Aluminium. Diese sorgt zudem dafür, dass der Zeltstoff blickdichter wird und es im Zeltinneren dunkler ist. Das bietet mehr Privatsphäre und für viele auch einen geruhsameren Schlaf.

So angenehm Sonnenlicht ist, die UV-Strahlung macht nicht nur unsere Haut braun, sondern beschädigt langfristig auch die Zeltstoffe. Mit einer speziellen UV-beständigen Behandlung lässt sich dem entgegenwirken. Das Sonnenlicht lässt zudem Farben von Zeltschale und Beschlägen ausblassen sofern diese nicht ebenfalls UV-beständig sind. Kunststoffe werden mit der Zeit spröde und können brechen.

Bei sehr warmen Temperaturen sind gute Lüftungsmöglichkeiten notwendig. Lüftungsöffnungen auf allen Seiten sollten vorhanden sein. Einige Zelte besitzen zusätzlich kleine Lüftungsöffnungen in den Schalen. Um Privatsphäre zu gewährleisten sollten Einstiege zur Lüftung nicht nur von unten, sondern auch von oben geöffnet werden können. Weht kein Lüftchen, dann sorgt ein integrierter Lüfter für Abkühlung in der Nacht. Doch Achtung auf die Wortwahl der Marketingabteilungen, Ventilation bedeutet nicht, dass das Zelt einen motorbetriebenen Ventilator hat, sondern lediglich Lüftungsöffnungen.

Eine dunkle Dachschale sorgt zusätzlich für Aufheizung im Zeltinneren. Da üblicherweise zur Schlafenszeit keine Sonne scheint, spielt das jedoch keine Rolle.

Winter

Die wenigsten werden ein Dachzelt im Winter nutzen wollen, aber auch im Frühling und Herbst kann es nachts schnell empfindlich kalt werden, insbesondere in den Alpen. Und wer nach Island reist, muss selbst im Sommer im Hochland mit Temperaturen um den Gefrierpunkt rechnen.

Die Bodenplatte der Hartschalenzelte sind aus Stabilitätsgründen i.d.R. ohnehin mehrlagig ausgeführt und mit einer Isolationsschicht im Kern versehen. Dies reduziert gleichzeitig auch die Gefahr der Kondensation am Zeltboden. Einige Zelte bieten zudem auch eine Dachschale mit integrierter Isolierung bzw. einen isolierenden Dachhimmel.

Wer aber plant bei niedrigen Temperaturen im Dachzelt zu schlafen, der sollte die teilweise verfügbaren Thermoisolierungen erwerben. Diese werden bei den Zelten von Autohome außen am Zelt angebracht, bei den Zelten von James Baroud im Inneren. Die Befestigung erfolgt bei beiden mittels umlaufendem Klettband.

Praktikabler ist die Anbringung im Zeltinneren. Ist das Dachzelt erst einmal auf einem Fahrzeug montiert, dann ist die Montage außen aufgrund der Höhe nicht ganz so einfach. Bei beiden Arten kann das Dachzelt mit montierter Thermohaube bzw. Thermoisolierung geschlossen werden. Bei der außen angebrachten Isolierung muss jedoch beim Schließen darauf geachtet werden, diese ggf. in die Schale zu schieben.

Ein großer Unterschied ist die Anzahl der zu nutzenden Eingänge und Lüftungsöffnungen nach Anbringen der Isolierung. Bei den Zelten von James Baroud gibt es keine Einschränkungen, das ist beim Wettbewerb nicht immer so und es kann teilweise nur noch ein Seiteneingang genutzt werden.

James Baroud gibt für seine Thermoisolierung eine Temperatursteigerung im Zeltinneren von ca. 6° Celsius an. Somit eine sicherlich lohnende Investition.

Konstruktion

Die Dachschalen werden meist aus mehrlagigem Fiberglas (GFK) hergestellt. Ein auch im Bootsbau übliches und bewährtes Verfahren. In den sogenannten Sandwichboden ist eine Isolierung integriert. Vorteil gegenüber Schalen aus thermogeformtem Kunststoff, aus denen z.B. Dachboxen üblicherweise hergestellt werden, sind die hohe Festigkeit und Langlebigkeit. Zudem kann GFK recht einfach lackiert und repariert werden. Nachteil ist jedoch die aufwendige manuelle Verarbeitung. Ein Grund, warum Hartschalenzelte relativ teuer sind.

Von Autohome sind einige Zelte auch in Carbon-Ausführung erhältlich. Die Gewichtseinsparung von ca. 10 kg wird allerdings mit einem erheblichen Mehrpreis erkauft.

Bei der Befestigung des Zeltstoffs gibt es grundlegende Unterschiede. Bei den Zelten von James Baroud ist der komplette Zeltstoff in zwei Kederschienen an Ober- und Unterschale eingezogen. Im Falle einer Beschädigung, z.B. durch Vandalismus, kann der Zeltstoff nachbestellt und selbst ausgetauscht werden. Dadurch das die Kederschienen an der Außenseite der Unterschale angebracht ist kann Wasser erst gar nicht in das Zelt eindringen.

Andere Hersteller  befestigen Zeltstoffe mit Nieten und Klammern. Eine Tauschmöglichkeit ist nicht vorgesehen. Eine Sonderstellung nimmt das Dreieckszelt von Autocamp ein. Hier ist der Zeltstoff an einem umlaufenden Klettband befestigt und mit Klemmen zusätzlich gesichert. Der Zeltstoff kann somit einfach abgenommen und das Dachzelt als Staubox genutzt werden.

Innenausstattung

Bei der Innenausstattung der Zelte gibt es kaum kaufrelevante Unterschiede. Alle Hersteller liefern eine Matratze mit einem, durch einen Reißverschluss auf der Rückseite, abnehmbarem Bezug. Teilweise sind auch gleich mehrere farblich passende Kopfkissen im Lieferumgang enthalten. An die Schaumstoffmatratzen sollte man keine allzu hohen Ansprüche stellen. Der Komfort lässt sich durch eine zusätzliche Unterlage aus einem 3D-Meshgewebe oder speziellen Dachzelt-Lattenrosten erhöhen. Für mehr Komfort kann aber auch eine einfache und günstige unter die Matratze gelegte Isomatte sorgen. Im Zubehörhandel sind maßgefertigte hochwertige und Kaltschaummatratzen erhältlich.

Fast alle Zelte werden mit einem Gepäcknetz am Dachhimmel geliefert. Hier kann z.B. die Bekleidung verstaut werden. Zusätzlich gibt es i.d.R. mehrere kleine Stautaschen für Handy, Brille etc.. Diese sind entweder fest angebracht oder können an einem Klettband flexibel positioniert werden.

Ebenfalls zur Grundausstattung aller Zelte gehört heutzutage eine batteriebetriebene LED-Beleuchtung, entweder fest angebracht oder als aufladbare LED-Taschenlampe wie bei James Baroud.

Moskitonetze können bei Nichtgebrauch aufgerollt und mit Klettband gesichert werden. Das erspart das dauernde Öffnen und Schließen da sie meist nur selten benötigt werden.

Transport

Wer mit umfangreichem Gepäck reist wird den Stauraum den diverse Hartschalenzelte auf der Oberschale bieten schätzen. Einige Zelte von Autohome sind mit Ladefläche und Längsträgern auf dem Dach ausgerüstet. Hierzu gibt es passende Querträger. Bei anderen können an der Oberschale Halterungen für handelsübliche Querträger angebracht werden.

Zum Transport von Lasten sind einige Dachzelte von James Baroud mit einer vertieften und vorne leicht abgerundeten Staufläche auf dem Dach ausgestattet. Hier kann eine optional erhältliche Stautasche oder z.B. ein Ersatzreifen transportiert werden. Zur sicheren Befestigung der Ladung stehen sechs Haltelaschen zur Verfügung.

Montage

Alle Dachzelte haben zur Montage zwei in die Unterschale eingelassene C-Schienen. In diese werden verschiebbare Halterungen für die Montage an Querträgern eingesetzt. Für die Fahrt auf der Straße sind zwei Querträger ausreichend. Wer aber ins Gelände fährt oder auf unbefestigten Straßen unterwegs ist, der sollte besser drei, ggf. auch vier Querträger montieren. Bei Montage der Querträger an einer Dachreling ist zu berücksichtigen, dass bei vielen Fahrzeugen diese leicht gebogen sind und dann ein Höhenausgleich geschaffen werden muss. Bei einigen Querträgern können dazu zwischen Fuß und Träger Unterlagscheiben oder Alu-Flachprofile eingefügt werden. Das ist zwar von den Herstellern nicht vorgesehen, erfüllt seinen Zweck aber optimal.

Unterschiede gibt es auch den mitgelieferten Halterungen. Während einige Hersteller lediglich vier Halterungen mit 6 mm-Schrauben liefern, findet man z.B. bei James Baroud stabile 8 mm-Schrauben und gleich sechs Halterungen, ausreichend für drei Querträger. Bei den Halterungen ist zu beachten, dass diese von der Spannweite i.d.R. für rechteckige Querträger ausgelegt sind. Bei ovalen Profilen werden breitere Halterungen benötigt die nicht immer serienmäßig lieferbar sind.

 

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